Irischer Segenswunsch

Möge Gott dir immer gewähren:
Sonnenstrahlen, die dich erwärmen,
Mondlicht, das dich verzaubert,
einen Engel, der dich vor Schaden bewahrt,
Lachen, das dich erfreut,
treue Freunde, die in deiner Nähe sind
und wann immer du betest,
dass der Himmel dich erhört.

Ein fettes Herzlich Willkommen auf meinem Blog! Schön, dass ihr vorbei schaut!



Dienstag, 9. Oktober 2012

Staunen, lachen, weinen

Irgendwie habe ich in meinem Leben noch nie ein langweiliges Jahr erlebt.
Vielleicht bringt das ein Leben mit Gott so mit sich...

Da ist zum einen der Unfall, den Daniel und ich zu verschulden haben.
Es war eine Fahrt für das Marburger Jugendnetzwerk mit einen über die FeG Marburg gemietetes "einfach-mobil"-Carsharing-9-Sitzer.
Nun ja, das ist eine lange Geschichte.
Aber diese Geschichte hat uns näher zu Gott gebracht, uns gemeinsam eine Krise gut meistern lassen und uns beschenkt. Mit Spendern, die großzügiger und hilfsbereiter nicht hätten sein können.
Diese Geschichte führte auch dazu, dass Daniel und ich nun defintiv einen Nebenverdienst brauchen. Auch da gab es viel hin und her, Gebet und neue Türen taten sich auf oder wurden geschlossen. Morgen fällt bei mir die Entscheidung in Sachen Job. Der FeG bleibe ich wohl erstmal treu.
Da stellen sich dann auch Fragen wie "Wo will Gott mich gebrauchen?" "Was hat er mit mir vor?" "Welcher Job macht Spaß, schenkt Kraft und ist SINNvoll?"
Ein ewiges hin und her.
Aber wie Thomas Zels (unser neuer FeG-Pastor) so schön in seiner Predigt sagte: "Das Leben lebt eben. Es besteht aus ständigen Veränderungen. Man glaubt so oft: Habe ich dieses oder jenes erreicht, dann wird es erstmal ruhiger. Dann habe ich mein Ziel erreicht." Pustekuchen.

In der FeG, in der ich als Jugendreferentin arbeite, komme ich gerade aus dem Staunen gar nicht mehr heraus!
"Gottes Geist weht, wie er will, wann er will und wo er will." (Samuel Wischmeyer zitiert die Bibel) 
Ich glaube, dass Gott uns den Verstand gegeben hat, die Rahmenbedingungen dazu zu schaffen und das tun wir gerade:
Jeden Freitag gibt es ab 21:30 Uhr ein Lobpreisangebot. Dazu kommen einige der Teens und MA und wir dürfen erleben, wie Gottes Geist lebendig da ist und Herzen verändert.
Wir haben die Kleingruppen abgeschafft. Aber dadurch entsteht gerade anderes Großes: Wir trafen uns mit anderen Leitern aus der Gemeinde und stellten fest: Junge Menschen brauchen mehr als eine nette christliche Unterhaltung und gute Gemeinschaft einmal die Woche. Sie wollen Gott persönlich erleben, ihm begegnen und sich darüber austauschen.
Dazu wollen zusätzlich zu YouFN (freitags) an einem anderen Wochentag 14tägig "faithgroups" für die Teens anbieten mit unterschiedl. Schwerpunkten und Leitern. In den Wochen dazwischen soll es eine "faithgroup" für die Leiter geben - zum auftanken, schulen, austauschen. Angeleitet werden diese widerum von der Elterngeneration, die schon länger Hauskreise leitet oder besucht. 
Die Vision lautet:

Teens lieben von ganzem Herzen den sie liebenden Gott, sich selbst und ihren Nächsten.
(Lukas 10, 27)
Wir sind gespannt auf die Teilnahme und vor allem auf Gottes Wirken. Wir glauben, dass Gott uns die Ressourcen, wie Kraft, Zeit und Mitarbeiter schenken kann, um ihn dann wirken zu lassen.
Das ganze startet mit einem Leiterwochenende am 17.+18.11.2013.

Gott bewegt Herzen immer wieder unerwartet auf's neue - auch meines.
Das vorletzte Wochenende war von unendlich viel Lachen und Weinen für mich geprägt. Ich durfte den Studientag "Grenzerfahrungen - wenn das Leben aus der Balance gerät" miterleben, ebenso wie das mbs-Wohnzimmer und ein Konzert von Johannes Falk.
Gott hat mich neu leben und lernen lassen, dass
- er mich liebt
- ich alten Dingen "auf nimmerwiedersehen" sagen muss
- ich bei IHM ausruhen darf
- einzig und allein seine Erwartungen an mich zählen und nicht die von Menschen (dass kann sich allerdings manches Mal überschneiden)
- ich sehr gut und kompetent bin
- oft nur hetze und die Schönheit des Moments verpasse
- mein Leben ein Labyrinth mit Ziel ist
- ich liebe Freunde am mbs habe, die mich sooo gut kennen und ich sie
- ich an meine Grenzen kommen und Hilfe in Anspruch nehmen darf
- ich sooo dankbar sein kann für so vieles
- ...

Ich danke allen, die mir immer wieder helfen, aufzustehen, wenn ich hingefallen bin.
Danke.

Eines will ich noch loswerden:
Eigentlich interessiere ich mich nicht für das Privatleben von Promis.
Aber irgendwie hat mich der Tod von Dirk Bach bewegt. Ich merke, dass ich solchen Menschen, die ihr Ziel im Erfolg auf der Bühne sehen und kaum einen anderen Lebenssinn haben, geschweige denn Gott kennen, gerne nah sein würde und ihnen sagen möchte: Es gibt so viel mehr lebenswertes und sinnvolles. Und es gibt ein Leben nach dem Tod.
In diesem Zusammenhang ist mir die Internetseite kreuz.net sehr, sehr negativ aufgefallen! Sie bezeichnen sich als private, katholische Gruppe und sie hetzen unschön gegen Homosexuelle. Sie bieten ein völlig falsches Bild von Christen und dem, wie Gott mit solchen Menschen umgeht. Das macht mich wütend. Und trotzdem gebietet Gott uns, für unsere Feinde zu beten.
Jesus höchstpersönlich hat sich mit Menschen abgegeben, denen der Rest der Gsellschaft nicht mal "Hallo" gesagt hätte. Frauen, Kranke, ...
Ich glaube, Gott liebt alle, auch Lesben und Schwule - obgleich er ihre Homosexualität hasst. Aber er liebt sie als sein Geschöpf und wünscht sich, dass sie ihn kennenlernen. Ich glaube, dass Gott kein Weichspüler-Gott ist, der alle Menschen einfach nur lieb hat, egal was sie tun und sowieso schon alle gerettet hat. Jesus sagt ganz klar, dass wir ihm glauben sollen, um zu Gott, dem Vater kommen. Erst dann sind wir erlöst.
Wir brauchen ihn. Auch ich - jeden Tag neu.
Das gilt es zu erkennen. Er meint es gut mit uns.

Bitte betet für
- die neuen Jobs für Daniel und mich
- die faithgroups
- das Wehen des Geistes Gottes
- das Verbot von kreuz.net und Vergebung für die Hasstiraden

Und lasst euch von Gott beschenken.

Hörenswert: http://www.youtube.com/watch?v=icvujwDYkqc
(Johannes Falk)

Danke für die Aufmerksamkeit! :) 


 
 

Freitag, 13. Juli 2012

Nahe Zukunftsgedanken

http://schaufenster.diepresse.com/images/uploads_425/d/f/c/720380/katy.jpg

Eigentlich wollte ich ja ein Bild zum Thema "Haare raufen", da die Frage nach meiner verbleibenden Zeit neben der FeG und die damit verbundene Jobsuche zum Haare raufen ist. Aber irgendwie war auch dieses Bild bei dem Ergebnisse des Suchbegriffs dabei.
Der Burner! 


Naja, folgende lyrische Gedanken zu meiner Zukunft:




Was denn?


Was soll ich denn machen?
Evangelisieren, studieren, kapitulieren?
Kapital anhäufen, also Moneten scheffeln, Mäuse verdienen,
schuften, wuchten?
Oder nur zuhören und zusehen?
Hingehen und mal warten,
dann richtig durchstarten.
Als Bodenpersonal, ganz banal.
Reden, Beten, aufmerksam sein.
Aber nicht allein,
nein, mit weiterer Manneskraft,
die zusammen mehr schafft.
Oder mit dem Hörer ihm Ohr Geld machen,
Kunden freundlich zu lachen,
Und in Bücher lesen,
was gewesen und was sein wird
- das verwirrt.
Doch bevor ich herumirre
im Gewühl meiner Gedanken,
die meine Synopsen umranken,
bis sie erkranken,
komm ich zum Entschluss,
dass ich heute nichts entscheiden, sondern nur beten muss.

Mittwoch, 30. Mai 2012

Dies und Das

Fast ein halbes Jahr hat mein Blog geschlafen! Da hat er ganz schön viel verschlafen!
Aber jetzt ist er ja endlich wach. Und nun ist Sommer.

Ein halbes Jahr bin ich jetzt schon mit Daniel zusammen! Erste schöne gemeinsame Ausflüge und der Antrittsbesuch bei den Eltern liegen hinter uns. :) Gott ist gut!




Die Facharbeit ist geschafft und die letzte BP-Woche naht. Bis dahin sind jedoch noch ein Projekt durchzuführen und zu dokumentieren, eine letzte PTI-Prüfung abzulegen und ein Portfolio zu vervollständigen.
Da ich für eine 50%-Stelle in der FeG bleibe - Was für ein Geschenk! - stehen auch noch Bewerbungen für eine zusätzliche 400 € - Stelle aus...
Es wird nie langweilig!

Meine Facharbeit war wirklich interessant zu erarbeiten. Sie handelt von der italienischen Ärztin Maria Montessori (s.Bild) und ihren religiösen Ansichten. Eine spannende Geschichte!
Lesenswert: "Gott und das Kind" von Maria Montessori, HERDER Verlag.



Der YouFN-Teenkreis, den ich mit meinem kompetenten Mitarbeiter-Team leite, das ich sehr schätze,
wächst und wächst! Wir hatten unsere 8-Tage-Wohnwoche mit über 35 Teens und fast 10 Mitarbeitern!
Es gab viel zu lachen, gute Gemeinschaft, frühes Aufstehen, unmotivierte Teens, wenn es um den Küchen- oder Putzdienst ging, viel laute Musik :) und einen  schönen Ausflug. Auch wenn Gott leider nicht allzuoft offizielles Thema war, war er doch beständig mit dabei. Wir wurden bewahrt und mit Gemeinsachft beschenkt!
Der Sommer wird spannend: Ein neuer Pastor kommt (Thomas Zelz aus Limburg) und ein neuer Praktikant aus Tabor und eine Praktikantin aus dem Bibelseminar. Es ist aber auch sehr schade, dass unser Pastor Matthias Beichter die FeG verlässt! 
Am schönsten ist es, zu sehen, wie die Teens groß werden, reifen, im Glauben und in der Mitarbeiterschaft wachsen und sich verlieben! :) Und ich liebe mein Team und die Familien in der FeG! Das muss hier mal gesagt werden! Auch die Jungschar-Girls habe ich sehr lieb gewonnen!!!
Auf dem FeG-Kongress hatten wir zusammen mit einigen FeGlern sehr viel Spaß! Schade, dass ich einige von ihnen nie so gelöst in Marburg erlebe... Ich habe mich sehr gefreut, einige Espelkamper und Bibsler dort unerwartet zu treffen! Und John Ortbergs Predigten waren großartig!
Hängen geblieben sind mir die Punkte:

  • Geh mit Gott. Wenn du dir seiner Gegenwart und Herrlichkeit in deinen Gedanken bewusst bist, dann verändert das dein Herz und Handeln!
  • Deine Gaben können noch so großartig sein. Sie bringen nichts, wenn du einen schlechten Charakter hast (siehe Simson). Lass deinen Charakter von Gott formen!

Familiär gibt es auch einiges neues:
Julika ist mir ihrem Freund Andreas zusammengezogen,
meine Oma hat jetzt ein Zimmer im Altenheim Tabor,
mein Bruder bekommt diesen Jahr seine Metallstange zwischen Rippen und Lunge herausoperiert
meine Mama bekommt evtl ein neues Knie
und mein Papa hatte einen Arbeitsunfall mit Hydraulikflüssigkeit.

Aber Gottes Segen setzt sich gegen allen Anschein durch!

Das die letzte BP-Woche ansteht, tut schon ein wenig weh! Aber erstmal freue ich mich auf sie! Und meine Freunde wieder zu sehen und die schönsten 4 Jahre meines Lebens zu einem schönen offenen Ende zu bringen... Ich bleibe ja doch irgendwie eine Bibslerin :)
Es ist schön, durch Daniel noch hin und wieder Kontakt zum MBS zu haben!
Und am Ende der MBS-Zeit kristallisiert sich heraus, welche Freundschaften Nestand haben werden.

Ich freue mich auf 3 Hochzeiten diesen Sommer, unsere neue WG-Mitbewohnerin aus Espelkamp und auf das Gungor-Konzert! Schade, dass Jessi die WG verlässt, aber wunderschön, dass sie heiratet! :)

Zum Schluss wie immer:

Gebetsanliegen:
Eine 400 €-Stelle in einer Kita
Ein gelingendes Projekt und PTI-Prüfung


Mittwoch, 1. Februar 2012

Ich, der Tollpatsch. Er, der Held.

Nach einem sehr netten Silvester mit ein paar CTlern bei uns in der WG,
und einer Nach-Silvester-Jugendnetzwerk-Freizeit mit Namen "FAME - dein Wochenende",
sah ich nach 2 1/2 Wochen endlich Daniel wieder!!

Wäre meine Tolpatschigkeit nicht, wäre es sich ein wunderschönes Wiedersehen geworden.
Ganz romantisch und so.
Aber es kam alles anders.
Erst brachte ich das Car-sharing-Auto weg.
Zuhause ereilte mich ein Anruf: Der Autositz aus dem Auto steht noch in Tabor.
Mir fiel ein, dass auch Daniels Kamera noch darin sein musste.
Also erneut das Auto mieten, damit keiner damit wegfährt.
Hin zum Auto. Auf dem Weg: Mist, wo ist die Karte zum Entsperren des Autos? Bestimmt zuhause.
Das Entleeren meiner Handtasche mitten auf dem Gehweg brachte keinen Erfolg!
Hin zu Daniel. Kurz Hallo sagen. Zu mir nach Hause. Karte suchen.
Daniel fand sie. Natürlich im Portemonnaie.
Wieder zum Auto.
Ein Blick hinein: Die Kamera ist NICHT da!
:(
Nach Tabor. Sitz holen. Ins Auto einbauen. Kamera: NIcht in Tabor.
Wiskerhof anrufen: Kamera nicht dort.
Zur FeG fahren. Kamera nicht dort.
Kamera irgendwie weg.
Zu Daniel fahren. Versucht, den Rest des Abends zu genießen.

Nächster Tag: Die Kamera kommt zurück zu Daniel. Seine Mitschülerin war mit auf der Freizeit gewesen. Hatte gesehen, dass ich sie dort vergessen hatte. Fuhr nach mir, nahm sie mit.
Hallelujah! Kamera wieder da! Dank Betty!

Und über diesen Daniel, der mich trotzdem mag, hab ich ein Gedicht geschrieben:

LEST SELBST:

Das macht man nicht!

Eigentlich,
ja, also eigentlich macht man das ja nicht.
Singles auf die Nase binden,
wie glücklich verliebt man ist.
Also ich, ich für meinen Teil,
hätte es gehasst.
verabscheut.
verachtet.
verbitten, würde ich mir so etwas.
So eine Ungehörigkeit.
Unverschämtheit.
Unhöflichkeit.
Gefühlslos ist so etwas.
Ganz schamlos,
anstandslos.
Also es gehört sich einfach nicht.
Niemals,
nein wirklich niemals würde ich es wagen
jemanden damit zu belästigen,
wie glücklich verliebt ich bin.
Nein.
Das tut man nicht.
Ich erzähl ja nicht einfach jedem,
dass ich da meinen Traumtyp gefunden habe.
Meinen Held, meinen … Ach... Kaumbeschreibbaren!
Freundlicherweise würde ich niemandem von seiner
Schönheit, seinem Anmut,
seiner Fähigkeit, mich aus der größten Tollpatschigkeit zu retten,
erzählen.
Und dass er so verständnisvoll,
eine Ruhepol,
meine helfende Hand,
ganz galant,
tolerant,
interessant,
charmant ist.
Das erzählt man einfach nicht.
Man will ja keinen eifersüchtig machen.
Undenkbar, was die Leute dann von mir denken würden.
Intoleranz, Arroganz, Neid und Verständnislosigkeit würden mir ins Gesicht geschlagen werden.
Das will ja keiner.
Also jedenfalls nicht meiner einer.
Ich könnte sonst ja auch erzählen,
wie ich – ja, ich – wie er sagt
– ihn erobert hab,
Aber er hat mich überzeugt,
umgarnt,
eingewickelt.
Ganz geschickt
hat er mich ja eigentlich rum gekriegt.

Wie dem auch sei -
ich will keinen ärgern, nerven oder
einfach berichten
von meinen Liebesgeschichten,
- gedichten.
Höchstens meinen engsten Freunden.
Vielleicht auch Feinden.
Oder jenen Zuhörern, Lesern und Träumern.
Diese Romantiker, Gehirnakrobaten und
Poetryslam-Kandidaten.
Erraten – ihr seid's, euch sprech ich an
- weil ich g'rad nicht anders kann.

Montag, 26. Dezember 2011

Wirklich frohe Weihnacht!!!

Eine Geschichte:

Vier Kerzen brannten am Adventskranz und draußen war es ganz still. So still, dass man hörte, wie die Kerzen miteinander zu reden begannen.

Die erste Kerze seufzte und sagte: "Ich heiße FRIEDEN. Mein Licht gibt Sicherheit, doch die Menschen halten keinen Frieden. Sie wollen mich nicht." Ihr Licht wurde kleiner und kleiner und verlosch schließlich ganz.

Die zweite Kerze flackerte und sagte: "Ich heiße GLAUBEN. Aber ich fühle mich überflüssig. Die Menschen glauben an gar nichts mehr. Es hat keinen Sinn, dass ich brenne." Ein Luftzug wehte durch den Raum, und die zweite Kerze war aus.

Leise und sehr zaghaft meldete sich nun die dritte Kerze zu Wort: "Ich heiße LIEBE. Ich habe keine Kraft mehr zu brennen; denn die Menschen sind zu Egoisten geworden. Sie sehen nur sich selbst und sind nicht bereit einander glücklich zu machen." Und mit einem letzten Aufflackern war auch dieses Licht ausgelöscht.

Da kam ein Kind ins Zimmer. Verwundert schaute es die Kerzen an und sagte: "Aber ihr sollt doch brennen und nicht aus sein."

Da meldete sich die vierte Kerze zu Wort. Sie sagte: "Hab keine Angst, denn so lange ich brenne, können wir auch die anderen Kerzen immer wieder anzünden. Ich heiße HOFFNUNG."

Mit einem kleinen Stück Holz nahm das Kind Licht von dieser Kerze und erweckte Frieden, Glauben und die Liebe wieder zu Leben.

http://www.internet-maerchen.de/maerchen/vier_kerzen.htm

HOFFNUNG.

Ein Wort. Ein Wort mit großer Bedeutung. Auf jeden Fall wurde mir dieses Wort im Bezug auf das vergangene Jahr sehr wichtig!

Letztes Jahr um diese Zeit befand sich noch ein Tumor in meinem Kopf. Produziert durch einen Prolaktinüberschuss. Über Weihnachten und Silvester schwebte die Frage: Wie groß ist der Tumor? Muss ich operiert werden?

Ich gab die Hoffnung nie auf. Denn Verwandte und Freunde aus dem Bibelseminar beteten für mich und für Heilung. Und das Wunder geschah. Aus Glauben. Gott heilte mich! Der Tumor verschwand. Gott bewies mir: Er tut heute noch Wunder!

Im April hatte ich eine große Fleischwunde am Bein, weil ich in den Glasmüll rannte. Wochen und Monate konnte ich nicht vernünftig laufen. Doch Gott machte es heil. Ich gab die Hoffnung nicht auf. Ich habe eine größere Narbe, aber ich kann wieder laufen, hüpfen, tanzen. Hallelujah!

Im August holte ich mir einen Bänderriss, aber Gott machte auch das gesund.

Wahrscheinlich brauchte ich all diese Auszeiten und ich denke, das wusste er, der Allmächtige.

Viele Absagen bekam ich im Frühjahr und Sommer auf meine Bewerbungen für das Anerkennungsjahr. Ich bewarb mich sogar in Nürnberg, hatte aber irgendwie das Gefühl, ich solle und wolle in Marburg bleiben. Ich gab die Hoffnung nicht auf. Im Juni stand es dann fest: Ich werde eine 50%-Stelle an der Montessori-Schule haben (Betreuung und Religion) und eine 50%-Stelle in der FeG als Jugendreferentin. Ich blieb in Marburg.

Oft sah es auch mit meinen Finanzen schlecht aus, aber ich gab die Hoffnung nicht auf, dass Gott mich versorgt. Und er tat es immer wieder.

Mein Herz hätte in den vergangenen Jahren schon oft Grund dazu gehabt, die Hoffnung an eine Beziehung, an eine erwiderte Liebe aufzugeben.

Aber da spielte ich nicht mit. Ich lernte Daniel kennen. Und lieben. Und ich tue es immer noch. Ich bin verliebt in Daniel, mit dem ich jetzt einen Monat zusammen bin. Ich habe die Hoffnung, dass diese Beziehung ewig hält.

Ich hörte einmal: "Ein Kuss ist ein Versprechen, Hoffnung auf Zukunft mit jemandem."


Ich hätte damals die Hoffnung aufgeben können, mich jemals gut mit meiner Schwester zu verstehen. Dieses Jahr feierten wir Weohnachten mit meinen Eltern, meinem Bruderherz und meinem Schwesterherz und ihrer Freundin. Und es war wunderschön.

Meine Schwester wird jetzt auch flügge und zieht Mitte Januar mit ihrem Freund zusammen in die erste gemeinsame Wohnung.

Ich glaube, manchmal hatten meine Eltern schon die Hoffnung aufgegeben, dass sie jemals auszieht :)

Und schlussendlich habe ich die Hoffnung, dass Jesus weiter Herzen heilt, Frieden schafft, Glauben entfacht und Vergebung schafft. In Liebe wird er einmal wiederkommen und alles neu machen.

Das war 2011:





Mittwoch, 5. Oktober 2011

Verrückt!

Heute war so ein verrückter voller Tag - davon muss ich einfach berichten!
Hier also die Langfassung gegenüber Facebook.

Mein Tag begann um 06.50 Uhr. Ziemlich früh für mich!
Um 8 Uhr war ich im Reli-Unterricht der 1.-3.Klasse dabei. Sie nahmen das Thema "Kirchengebäude" durch. (Wieder einmal merkte ich, dass mir die Landeskirche echt fremd geworden ist) Anschließend stellen sich die Kinder kurz nach neun immer an der Klassentüre an, um dann geschlossen zu Musik zu gehen. Heute waren sie sehr unruhig und öffneten schon vorher ständig die Türe. Schließlich ging ich hin und schloß sie. Was ich übersah: ein Erstklässler hatte seinen Finger in dem schmalen Schlitz auf der Schanierseite der schweren Eisentür!!! Er sagte nur: "Stop, stop!" "Oh nein!" dachte ich und wollte meine Schuld und die Konsequenzen gar nicht wahr haben. Seinen kleinen Finger holte er - platt wie eine Flunder, doppelt so breit wie normal und lila - aus dem Türschlitz. Aaaaaahhh! Ich konnte kaum hinsehen. Er weinte bitterlich. Ich brachte ihn auf's Sofa im Flur, brachte ihm Wasser, Kekse, eine Decke, ein Kühl-Akku, putzte seine Nase und las ihm etwas vor. Dann rief ich seine Mama an. Die kam bald. Wir beschlossen: Wir müssen zum Arzt bzw. ins KH. Er weigerte sich. Er ließ seine Mama den Finger nicht einmal ansehen. Sie erzählte mir, (als er kurz auf dem Klo war), er habe ein Trauma, sei Pflegekind und ließe sich von Ärzten nicht behandeln.
Als er wiederkam, erzählte ich ihm, dass ich schon oft im KH war und dass sie ein tolles Foto machen würden von seinem Finger, das er sich nachher angucken könne. Ich versprach ihm, mitzukommen. Seine Mama wollte er nach Hause schicken. Ging nicht. Die musste ja mit. :)
Das KH in Wehrda schickte mich zum Chirurg im Bahnhof, der mein Bein das 2.Mal genäht hatte.
Im Auto dorthin bestand J. darauf, dass ich neben ihm sitze. Und er erzählte im Auto ohne Punkt und Komma. Auf dem Weg ging er an meiner Hand. (Ich liebe es, wenn kleine Kinderhände meine Hand nehmen... Hach!...)An der Anmeldung beim Arzt sagte er auf die Frage, wer seine Mutter und ich seien: "Das sind meinen Mama und meine Freundin." Süß! :)
Im Flur sollte ich mit ihm spielen. Das tat ich. Seine Mama musste im Wartezimmer warten.
Dann hieß es: "J.! Bitte zum Röntgen!" Anstandslos ging er allein und ganz selbstbewusst dorthin und kam Freude strahlend wieder. Der Arzt diagnostizierte: Etwas von der Gelenkkapsel hat sich gelöst. natürlich. Und eine Quetschung. Eine Woche schienen und ruhig stellen.
Auf dem Rückweg, sagte er: "Weißt du was, Jasmin? Ich bin verliebt. Weißt du in wen?" Dann zeigte er auf mich. :) Er sagte auch gleich wir müssten heiraten. Auf mein Gegenargument, dass ich kein Kleid habe, sagte er nur: "Dann kauf dir eins. Dann heiraten wir."
Schön. Kinder an der Hand zu haben. Sie zu trösten. Sie von einer Arztphobie zu heilen. Eine Liebeserklärung + Heiratsantrag zu bekommen. :)
Was lernen wir daraus? Habe immer ein Hochzeitskleid im Kleiderschrank! (Zitat Mitbewohnerin)
Dann gab ich Reliunterricht zum Thema Josef und Kanaan. Die 5.-7.Klässler sollten alles Mögliche über Kanaan in Lexika und Atlanten herausfinden und aufschreiben und wir aßen syrisches Obst. (Kanaan ist heute Syrien)
Dann gingen wir Mittagessen und machten Hausaufgaben.
Anschließend fuhr ich zum Anleitertreffen ans Bibs. Das war ganz nett. Es macht irgendwie stolz, Praktikanten anleiten zu dürfen!
Dann besuchte ich meine alte liebe Nutella-WG am Bibs. Schön war's!
Anschließend war ich in der FeG, zur Nachbesprechung von FAME - dein Jugendgottesdienst.
Es war gut und sehr produktiv, wenn auch teilweise anstrengend.
Dann lief ich nach Hause. Dort angekommen, hatte ich noch ein gutes Telefonat mit einer Teenymama aus der FeG. Tut das gut, Mischverständnisse aufzuklären! Erst recht, wenn es ein Gebetsanliegen war!
Und zu guter Letzt hatte ich eine sehr gute Gebetssession mit meiner Mitbewohnerin. Das soll jetzt regelmäßig stattfinden. Schon schön in einer christlichen Frauen-WG!
Und nun schreib ich noch meinen Blog zuende und träume gleich von meinem Urlaub, der am Samstag beginnt! Yippih!!!

LG
Jasmin